11.01.2020

Verkleiden macht scheinbar lustig. Einmal im Jahr etwas anderes sein, oder was man gerne einmal wäre.

Nur so kann man sich den Ideenreichtum des närrischen Volkes beim vierten Skihaserlball des Skiclubs Vilsbiburg im „Gsellnhaus“ erklären. Neben einem russischen Oligarchen mit seiner Gattin und großer Pelzmütze tummelten sich Miss Piggy, Piraten, asiatische Paare oder eine ganze Gruppe im pinkfarbenen Discooutfit auf der Tanzfläche. Natürlich erst nachdem Vorstand Christian Hunger die Tanzwütigen begrüßt und die amtierenden Vereinsmeister den Tanz eröffnet hatten. „TheBe 66“ heuer als Scheichs mit der singenden Haremsdame Carina sorgten dafür, dass die Tanzfläche stets gut gefüllt war.

Ein bestens aufgelegter Hofmarschall Vitus Schmid von der Narhalla Vilsbiburg kündigt alsbald den gesamten Hofstaat an, die Gardemädchen überzeugten mit einem zackigen Marsch und ihre Lieblichkeit Vanessa I. und Prinz Florian I. begeisterten nicht nur durch ihre farblich toll abgestimmten königlichen Gewänder. Wie üblich beim Skiclub wurden die Faschingsregenten stürmisch empfangen und nie ohne Zugabe entlassen. War der Showtanz der Garde schon ein weiterer Augenschmaus, einen Flick Flack durch den Kolpingsaal hatte das „Gsellnhaus“ noch nie gesehen. Mit atemberaubenden Sprung- und Tanzeinlagen wirbelte Florian seine Prinzessin nur so durch den Saal und brachte die Stimmung auf den Höhepunkt.

Eine Skiclub-Einlage durfte natürlich auch heuer nicht fehlen und Kapitän Florian Silbereisen (Heiner Wernthaler) kündigte ein Duell der „Dragqueens“ auf dem Laufsteg an. Als Jury konnte er Heidi Klum (Lilo Zollner) und Modell- und Laufstegtrainer Jorge Gonzales (Alex Ecker), der gleich einmal eine Kostprobe seines Könnens zum Besten gab, begrüßen. Dann ging es zunächst mit „Yannic lac du Schöx“ (Yannek Zeeh), Britney Bitch (Tom Eglseder) und Lana Sextana (Lukas Wernthaler) los. Die verkleideten Damen sorgten für wahre Lachsalven beim Narrenvolk für ihre Darbietungen, die aber laut Heidi Klum und Jorge noch verbesserungswürdig waren.

Bei der abschließenden gemeinsamen Tanzeinlage mit der Jury gab es dann kein Halten mehr und nur unter einer weiteren Zugabe wurden sie wieder entlassen.

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